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Pech gehabt

Sind die Sendenhorster Volleyballer abergläubisch und es hat noch nachgewirkt oder warum hatten sie an diesem Spieltag soviel Pech? Man weiß es nicht. Jedenfalls steht fest, dass einen Tag nach Freitag dem 13. die beiden ersten Mannschaften mit 1:3 verloren haben, und das obwohl sie durchaus machbare Gegner vor sich hatten.
Ein böses Erwachen gab es bei der ersten Damenmannschaft zunächst bei der Abfahrt. Es kamen nur sechs anstatt wie verabredet sieben Spielerinnen. Mit einem geschwächten Kader, Tanja Büttner ist immer noch nicht voll einsatzfähig, ging es ins Spiel gegen die SG FdG Herne 2. Sie zeigten im ersten Spielabschnitt einen passablen Angriff, besonders über die Mittelposition. Doch in der Blocksicherung taten sich erhebliche Löcher auf. Dass dieses Manko von Herne ausgenutzt wurde war da keine Frage. Trotzdem konnten die Sendenhorsterinnen noch dominieren und gewannen diesen Satz mit 25:23. Die Abwehr des gegnerischen Angriffs war dann im folgenden Satz (23:25) sehenswert. Dafür waren die eigenen Angriffe aber eine reine Katastrophe. Die Kommunikation in Notsituationen funktionierte nicht, sodass Zuspielerin Adina Bitter nicht wusste wohin mit dem Ball. Derartige Bälle wurden dann einfach nur rübergebaggert – ein gefundenes Fressen für die Gegner. Außerdem konnten die Volleyballerinnen das gesamte Spiel über nicht in der Annahme überzeugen, ein altes Manko. Trotzdem konnte aber Herne nie vollends davonziehen, es war durchaus ein ausgeglichenes Spiel, großartige Führungen gab es nicht. Nur zum Ende hin fehlte dann das Quäntchen Glück, sodass ebenso der dritte (18:25) wie auch der vierte Satz (20:25) an Herne ging. „Die hätten wir wirklich schlagen können“, sagte Spielerin Katharina Thomas. Somit ist der Platz Eins wieder ein Stückchen weggerückt, nun rangieren sie auf dem bronzenen Platz. Man merkt der Mannschaft deutlich an, dass sie dringend wieder einen federführenden Trainer bzw. eine Trainerin braucht. Die Suche gestaltet sich aber zunehmends schwierig.
„Große Chance verpasst“, das war ein mehr als passender Kommentar von erste Herren-Trainer Knut Powileit zu der 1:3 Niederlage gegen TuS Saxonia Münster. Das Team stand vor einem typischen Kellerduell, Letzter gegen Vorletzter. Und sie vermasselten es ordentlich, sodass sie Saxonia den letzten Platz abgeluxt haben. Mit acht Leuten waren sie nach Coesfeld gereist. Sie legten gleich einen kleinen Fehlstart hin, der mit 18:25 aber noch ok war. Der Angriff war mehr als ineffizient, viele Fehler - Bälle im Netz oder im Aus – und eine schwache Annahme machten den Satz fast zu einer Kaffeefahrt für den TuS. Von Spannung zeugt dann eigentlich das Ergebnis 27:25 im zweiten Satz für Sendenhorst. Doch weit gefehlt, hier zeigten sich auf beiden Seiten die Gründe für die Kellerplätze in der Tabelle. Es entwickelte sich zu einem „Schnurspiel“, wie es Powileit formulierte, indem der Ball teils nur hin und her gebaggert wurde. Viele Wechselmöglichkeiten gab es nicht, es musste also innerhalb der Mannschaft etwas passieren. Nun wurde es aber wirklich spannend, denn die Sendenhorster führten im folgenden Satz zeitweise, ließen es aber zum Stand von 22:22 kommen. Drei mehr als dumme Eigenfehler beendeten den Satz aber abrupt. „Ich war kurz vorm platzen“, sagte Powileit nach dem Spiel verärgert. Und es passierte wieder: Nachdem sie im vierten Satz sich über ein 21:24 zum 24:24 herangetastet hatten gab es wieder kapitale Annahmefehler – der Satz und das Spiel war somit beendet.
In entscheidenden Phasen bewies die Mannschaft also keine Willensstärke und nicht genug Einsatz. Die Möglichkeit zum Sieg war ja eindeutig da. „Ich glaube manchmal sind die Spieler nicht ganz wach, anders kann man sich das nicht erklären“, versucht Powileit es zu erklären, „Im Training läufts klasse – und im Spiel auf einmal nicht mehr. Ein Schritt vor und zwei zurück quasi.“ Es fehlt auch die Sicherheit von zwei Spielern, die zum Anfang der Saison die Mannschaft verlassen haben, zwei wichtige Pfeiler sind damit weggebrochen. So müssen die Herren jetzt hart kämpfen, wenn sie ihren Platz in der Landesliga halten wollen. Die Rückrunde mit 8 Spielen kommt noch, vieles ist möglich, aber die Mannschaft muss an sich stark arbeiten.

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